Sonntag, 31. Oktober 2010

Haus der kleinen Forscher


Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" fördert gemeinsam mit ihren Partnern die Begeisterung drei- bis sechsjähriger Mädchen und Jungen für naturwissenschaftliche und technische Phänomene.

Jedem Kind sollten Möglichkeiten eröffnet werden, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken. Hierzu möchte die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" durch ihren pädagogischen Ansatz und ihr Fortbildungsangebot an pädagogische Fachkräfte einen Beitrag leisten.

Die pädagogisch-didaktische Grundlage basiert auf den Erkenntnissen des Projekts "Natur-Wissen schaffen" der Deutsche Telekom Stiftung, welches von Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis geleitet wird.

Samstag, 2. Oktober 2010

Das Weltbild des Kindes im Bild 3. Visualisierung der Momente


Das Weltbild des Kindes

Unser Plakat stellt die verschiedenen Formen der Periode des voroperationalen in kleinen Beispielsituationen vor. Der kleine Junge und das kleine Mädchen äußern sich dazu aus eigener Sichtweise zu der jeweiligen Situation.

Egozentrismus: Der Ball eines spielenden Kindes rollt auf die befahrene Straße. Das Fahrzeug wird jedoch vom benachbarten Gebäude verdeckt, sodass das spielende Kind auf die Straße läuft.
Gegenüber befindet sich unser im Egozentristischen Stadium entwickeltes Kleinkind und bemerkt das herannahende Auto.
Es ist allerdings nicht in der Lage das andere Kind zu warnen, da es in dieser Phase seiner Entwicklung davon ausgeht, dass die eigene Perspektive auch die des spielenden Kindes ist und dieses schlussfolgernd das Auto ebenfalls sieht.

Realismus: Der Inhalt eines Traumes oder der Fantasie wird als real empfunden. So glaubt unser Kind im Beispiel, dass es tatsächlich verhext wurde.

Finalismus: Die Sonne ist zum wärmen da, d.h. dass Naturgegebenheiten zweckgebunden werden.

Anthropomorphismus: Bedeutet die Vermenschlichung seiner Umwelt. Zwei der wichtigsten Formen sind:

1. Animismus: Unser Kind stolpert und beschuldigt den Stein ihm die Schmerzen absichtlich zugefügt zu haben. Der Stein ist seiner Auffassung nach böse. Es beseelt somit ein lebloses Objekt und gibt diesen Absichten und Gefühle.

2. Artifizialismus: In diesem Beispiel greifen wir auf die eigenen Erfahrungen unserer Gruppe zurück. Ein Gruppenmitglied konnte sich noch gut daran erinnern, als ihm als Kind glaubhaft erzählt wurde, dass Markierungen an Bäumen nicht etwa durch Förster, sondern durch geheimnisvolle Waldbewohner namens „Glasmännchen“ verursacht werden. Dieser Glaube ließ sich auch nicht ohne weiteres widerlegen.
Deutlich an diesem Beispiel wird der Glaube an übernatürliche Wesen. Diese Phase beinhaltet allerdings auch, dass Naturgegebenheiten von Menschen oder anderen Wesen geschaffen werden.

Piaget Grundbegriffe. Das Hindernisüberwindungsbeispiel

Exzentropolis. Das Weltbild des Kindes im Bild 2

Die Welt aus Kinderaugen: Das Weltbild des Kindes im Bild 1

Piaget Grundbegriffe Ball- und Wasserbeispiel


Piaget Grundbegriffe Apfelbeispiel


Piaget Grundbegriffe Autobeispiel

Piaget Grundbegriffe Becherbeispiel

Adaptation im kognitiven Schema

Kinder haben ein kognitives Schema für die Plastiktasse (links) entwickelt.
Dieses Schema wird nun auf die Porzellantasse (rechts) angewendet/erweitert und im Folgenden angepasst, sodass das Kind am Ende die abweichenden Eigenschaften der Tassen gelernt hat.